Folge dem, was dich antreibt
Hättest du mir vor 14 Jahren erzählt, was ich heute beruflich mache, wäre meine Antwort gewesen: „Ja, ne, iss klar.“ Und sehr wahrscheinlich hätte ich mich kaputt gelacht. Niemals wäre damals auf die Idee meines heutigen Lebens gekommen.
Frauen im Coaching zu begleiten. Als systemische Coachin und Heilpraktikerin für Psychotherapie zu arbeiten. Selbstständig zu sein. Einfach unvorstellbar.
Wie es trotzdem dazu gekommen ist, ist mir heute Morgen wie ein kleiner Geistesblitz erschienen.
Mein Podcast ist schuld. Also nicht schuld im Sinne von „Anzeige ist raus“. Eher schuld im Sinne von: Er hat mir einen Spiegel vorgehalten, mit dem ich nicht gerechnet habe.
Ich gehöre zu den Tiefstaplerinnen
Mein Motto: Bloß nicht zu groß, zu weit oder zu erfolgreich denken. Das ist nicht in allen Bereichen meines Lebens so, aber in diesem schon. Dann habe ich manchmal Gedanken wie: Als würde ich mit dem Ding jemals berühmt werden. Oder so richtig erfolgreich.
Das Überraschende dabei
Mir war nicht wirklich klar, dass diese Stimme noch in mir steckt. Ich hab so viel an mir gearbeitet und bin durch viele Täler gegangen, um heute das Leben zu führen, das ich führe. Und kann inzwischen ohne Zögern sagen:
Ich bin richtig gut in dem, was ich tue.
Ohne dass sich sofort eine leise Stimme mit „Ja, aber …“ meldet.
Dahin zu kommen hat gedauert. Viele Ausbildungen, Coachings, Workshops und Klosteraufenthalte mit einem Riesenpott Selbsterkenntnis. Und ja: Die Ausbildung und Prüfung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie war für mich so was wie die Krone obendrauf.
Durch all das fühle ich mich in meinem Metier richtig und angekommen. So richtig zu Hause. Und trotzdem sitzt da noch irgendwo diese alte Denkweise und flüstert mir gelegentlich zu: Stell dir bloß nicht zu viel vor.
Zurück zum Podcast
Am 25. Juli haben die liebe Lea, Kollegin und Freundin, und ich unseren Podcast „Irgendwas geht immer“ gestartet. Wir stammen aus zwei Generationen: Lea ist Anfang 30, ich bin Ende 50.
Jeden zweiten Dienstag sprechen wir über Themen aus dem Leben, die uns selbst beschäftigen. Und weil wir beide systemische Coachinnen sind, bringen wir immer auch unseren beruflichen Blick mit. Manchmal ist es ein Tool, das weiterhilft, manchmal ein Impuls, der inspiriert. Vielleicht hilft dir das ja, einen anderen Blick auf dich und dein Leben zu bekommen.
Seit dem Start haben wir schon so viel schönes Feedback bekommen, dass ich ganz beseelt bin. Und trotzdem frage ich mich ganz ehrlich zwischendurch, ob wir damit wirklich erfolgreich werden.
- Bringt es uns Reichweite?
- Follower?
- Kommentare?
Und will ich überhaupt weitermachen, ganz egal, was mit dem Erfolg passiert?

Vielleicht kennst du solche Gedanken auch. Egal ob es um ein Projekt geht, um mehr Bewegung, eine Idee oder eine Veränderung, die du schon länger vor dir herschiebst.
Wenn es nicht sofort fluppt, ist der Gedanke ans Aufgeben schnell da. Dann denken wir, dass es wohl doch nicht das Richtige ist. Wir werden ganz leise, machen uns klein und hören irgendwann auf. Oder fangen gar nicht erst an.
Heute Morgen, um den Kreis mal zu schließen, war es mir auf einmal klar.
So richtig sonnenklar: Mir ist egal (na ja, fast), ob wir damit erfolgreich sind. Weil ich dem folge, was mir Spaß macht. Und schon immer Spaß gemacht hat.
Beim Podcast heißt das: in ein Mikro quatschen und mich über das Leben austauschen, das gerade passiert.
- Was daraus entsteht? Keine Ahnung.
- Ob wir das ewig so machen werden? Keine Ahnung.
- Ob ich Bock habe weiterzumachen? Definitiv ja.
Und dann dachte ich: Vielleicht ist das genau die Erinnerung, die wir manchmal brauchen. Nicht alles muss sofort Früchte tragen, um wertvoll zu sein. Nicht alles braucht sofort Applaus, um richtig zu sein.
Ich will nicht nur erfolgreich sein. Ich will mich lebendig fühlen.
Was wir Tiefstaplerinnen uns daraus mitnehmen
Für alles, was wir gerade Neues in unserem Leben angehen:
Dass wir dem folgen, was wir in uns spüren. Dem, was uns Freude macht und uns antreibt. Und nicht gleich alles hinschmeißen, wenn es am Anfang holpert oder noch gar kein richtiger Weg zu sehen ist.
Dass wir dranbleiben, Fehler machen, daraus lernen, uns weiterentwickeln und vor allen Dingen: den Spaß nicht verlieren. Auch wenn er sich manchmal hinter einem Gebüsch versteckt.
Dazu ist mir vor Kurzem ein Satz eingefallen, der bis jetzt nirgendwo reingepasst hat. Jetzt weiß ich, wo er hingehört:
Bleib flexibel im Ziel, aber halte auf jeden Fall die Richtung!
Was du jetzt sofort tun kannst
Nimm dir einen Augenblick Zeit und schau ein paar Jahre zurück in deinem Leben.
- Gibt es eine Spur, die du erkennst?
- Was hast du alles erreicht, was dir bis jetzt gar nicht bewusst war, weil du dran geblieben bist?
Und wenn dir das gerade alleine schwerfällt und du Lust hast, mit mir zusammen herauszufinden, was dich wirklich antreibt, was dir Freude macht und was in dir längst bereit ist, größer zu werden:

Dann meld dich bei mir
Buch dir ein kostenfreies Kennenlerngespräch und lass uns gemeinsam herausfinden, ob ich die Richtige bin, um mit dir deinen inneren Schatz auszubuddeln.
Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen.

Die tollen Bilder sind übrigens von der tollen Barbara Sopart. Geschossen in Köln im wundervollen House of Bates.
