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Allgemein Persönliche Entwicklung und Coaching

Mit diesen Tipps bleibst Du auch in schwierigen Zeiten stabil

Wann hast Du Dir das letzte Mal bewusst gesagt, dass Du Dich magst?

  • Deinem Spiegelbild zugezwinkert?
  • Auf Deinen Körper gehört?
  • Deine Grenzen wahrgenommen und beachtet?
  • Dir etwas Gutes getan?

Oft gehen wir in unserem Leben mit Gegenständen wie Autos, Instrumenten, Häusern, Möbeln viel besser um, als mit uns selbst. Das teure Öl fürs Auto, das edle Holz fürs Instrument, die beste und nachhaltigste Farbe für unsere Wände, die angesagtesten und schönsten Wohnaccessoires…

Ich könnte stundenlang weiter aufzählen. Wir geben viel Geld für all diese Dinge aus, nur uns selbst vernachlässigen wir manchmal ein bisschen.

Wir halten aus, halten durch, Schlaf wird sowieso überbewertet, Atmen auch (geht ja von alleine), Pausen sind was für Menschen, die nix zu tun haben, …..

Gerade jetzt, in dieser Zeit, in der wir im Moment noch nicht wirklich das Licht am Ende des Tunnels sehen, ist es so wichtig, dass du liebevoll mit dir selbst umgehst und dir so oft du kannst etwas Gutes tust.

Die große Veränderung, die wir alle gerade durchmachen, kostet dich viel mehr Energie als du ahnst.

Hier kommen 10 wertvolle Tipps, die dir helfen stabil, gesund und in deiner Mitte zu bleiben!

1. Beweg Dich so oft Du kannst

Sich regelmäßig aktiv körperlich zu bewegen, ist erwiesenermaßen wichtig für die Gesundheit, nicht nur, um diversen Krankheiten vorzubeugen, sondern auch, weil es glücklich macht und der Psyche gut tut. Wissenschaftler aus Deutschland haben untersucht, welche Regionen unseres Gehirns für diesen Prozess maßgeblich verantwortlich sind.

Dabei erhielten sie die Erkenntnis, dass nicht nur intensive körperliche Betätigungen wichtig sind, sondern auch bereits tagtägliche Aktivitäten, wie beispielsweise das Treppensteigen oder das Zum-Einkaufen-Laufen. Vor allem Menschen, bei denen bereits erste Vorboten einer psychiatrischen Erkrankung vorliegen, sollten diesen positiven Nutzen für ihre Gesundheit erkennen und umsetzen.

Die Forscher bewerten ihr Studienergebnis insbesondere vor dem Hintergrund der derzeitigen Covid-19-Pandemie als sehr hilfreich, weil die aktuell empfohlenen Kontakteinschränkungen unser Wohlbefinden hart auf die Probe stellen. Da ist es gut, entsprechende wissenschaftlich belegte Empfehlungen für den Alltag geben zu können, so die Studienverantwortlichen.

Bei den Studienteilnehmern wurden mittels spezieller Erhebungsverfahren durch beispielsweise Bewegungssensoren oder Abfragen des Smartphones ermittelt, welche Auswirkungen deren Bewegungen und Aktivitäten im Laufe des Tages auf ihre Energiegeladenheit und Wachheit haben. Ein möglicher Zusammenhang zum psychischem Wohlbefinden wurde damit aufgestellt.

Bei einer weiteren Teilnehmergruppe konnte mittels Magnetresonanztomografie festgestellt werden, dass ein bestimmter Großhirnrinden-Bereich diesen positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit ausübt. Gleichzeitig ist diese Hirnregion mitverantwortlich für unsere Unempfindlichkeit gegenüber Erkrankungen der Psyche. Menschen mit einem geringeren Anteil dieser entsprechenden Hirnsubstanz haben demnach ein höheres Risiko für Beeinträchtigungen der Psyche. Sofern sie sich jedoch im Alltag mehr bewegten, profitierten sie von einem deutlich besseren psychischen Wohlbefinden und von steigender Energie.

Reichert, M. et al.
A neural mechanism for affective well-being: Subgenual cingulate cortex mediates real-life effects of nonexercise activity on energy.
Science Advances 11/2020

2. Nimm Dir öfter mal ein paar Minuten Auszeit und atme tief durch

Schon mehrmals am Tag eine Minute tief zu atmen bewirkt in deinem Körper, dass

  • er sich entspannt,
  • dein Stresslevel sinkt,
  • dein Herz-Kreislauf System sich beruhigt,
  • sich deine Laune bessert,
  • google einfach mal…

Hier findest du eine schöne und einfache Herzatmung, bei der ich dich begleite

3. Lächle, wenn du dich selbst siehst 

Wie oft am Tag schaust du kritisch in den Spiegel?

Nimm dir für die nächste Zeit einmal vor, dass du jedes Mal, wenn du dich im Spiegel siehst, kurz stehen bleibst, dir tief in die Augen schaust und dich dann liebevoll anlächelst. So, als würdest du einen guten Freund treffen.

Du bist doch ein guter Freund für dich, oder?

Geht nicht?

Stell dir einfach vor, dass ich dich aus dem Spiegel anlächle.

Siehste, geht doch! 😉

4. Schaff dir ein Abfallheft an

Das Heft auf dem Foto ist mein Abfallheft. Es hat sich erwiesen, dass es sich lohnt dir jeden Tag ein paar Minuten Zeit zu nehmen und alle Gedanken, die es gerade so in dir denkt – alle geht nicht, ich weiß – einfach aufzuschreiben.

Was du rausschreibst, kann dich nicht mehr so sehr belasten. Es macht dich freier und leichter.

Das ist vielleicht nichts Neues, aber vielleicht gerade doch.

Ich schreibe übrigens auch ins Heft, wenn es mir richtig gut geht. Jeden Morgen. So wird es ganz schnell zum Ritual und geht dir leicht von der Hand. Am Anfang kostet es dich ein wenig Überwindung, doch du wirst schnell feststellen, wie gut es tut. Du schreibst einfach alles auf, was dir jetzt gerade durch den Kopf geht. Egal was es ist.

Was denkt es in dir?

Raus damit. Mindestens eine, maximal drei Seiten. Dann weglegen und nicht mehr durchlesen. Auch nicht morgen. Du wühlst ja auch nicht durch die Mülltonne 🙂

5. Trenne berufliche und private Rollen

Zu Homeoffice Zeiten wichtiger denn je. Wie trennst du deinen beruflichen Bereich vom Privaten?

Gar nicht? Dann wird es Zeit! Hier einige Tipps, wie dir das gut gelingt:

1. Kleidung! Auch wenn es verführerisch ist. Wechsle für beide Bereiche die Kleidung!

  • Was trägst du, wenn du arbeitest?
  • Was, wenn du frei hast?

Wie hat schon Karl Lagerfeld gesagt?

Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

So eng müssen wir es ja nicht nehmen, oder?

Womit er recht hatte ist, dass sich die Kleidung, die du bei der Arbeit trägst maßgeblich auf die Qualität deiner Arbeit auswirkt.

Stimmt nicht? Probiere es einmal aus.

Ich behaupte sogar, dass ich am Telefon hören kann, ob du in Jogginghose arbeitest oder nicht. 😉 Deine Stimme klingt dann einfach anders.

2. Rituale! – Signalisiere dir wann Schluss ist!

Wie verlässt du deinen Arbeitsplatz? Welches Ritual zeigt dir an, dass Feierabend ist?

  • Gibt es eine Tür, die du schließt?
  • Eine Lampe, die du ausmachst?
  • Klatscht du zweimal in die Hände?
  • Geht dein Arbeitshandy in den Flugmodus?
  • Was könnte sonst noch helfen?

6. Setze dir nur Ziele, für die du im Moment genug Energie hast

Das ist wirklich wirklich wichtig!

Wie oft überschätzt du deine Energie und denkst, dass du das alles schon schaffen wirst?

Mit deinen Zielen – beruflich oder privat – übernimmst du die Verantwortung, dass sie sich mit den dir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten decken.

Übernimmst du dich, ist dein Tank schnell leer!

Versteh mich nicht falsch. Es ist gut sich auch herausfordernde Ziele zu setzen. Wenn du genügend Energie hast!

Eine große Veränderung wie Corona kostet dich auf jeden Fall viel zusätzliche Energie. Auch, wenn sich das manchmal nicht so anfühlt.

Wenn deine Verantwortung für etwas, das du dir vornimmst, eine hohe Deckungsgleichheit mit deinen dir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten hat, ist das die beste Selbstfürsorge, die du treffen kannst.

Und! Manchmal muss man sich auch selbst oder andere enttäuschen, dass man etwas nicht hinbekommt!

Eine gute Übung gegen Perfektionismus übrigens 🙂

7. Sorge erst für dich, dann für andere 

Das ist wie beim Druckabfall im Flugzeug. Die Anweisung lautet:

„Erst nimmst du dir eine Sauerstoffmaske, dann kümmerst du dich um andere“.

So ist gut für alle gesorgt. Wem nützt es etwas, wenn du keine Kraft mehr für dich selbst hast?

8. Stärke deine Bindungen

Gerade jetzt, wo wir alle in gefühlter Isolation leben, ist es wichtig, dass du deine Kontakte pflegst.

Vielleicht rufst du mal an, anstatt eine Nachricht zu tippen. Wenn jemand in deiner Nähe ist, der da auch sein darf, dann drücke ihn 10 mal öfter als sonst. Bäume drücken, Stofftiere, richtige Tiere geht auch…

Wir sind Bindungswesen, vergiss das nicht.

Und ein „Hallo“ zu jemandem, dem du auf der Straße begegnest, ein kurzes Lächeln hat noch keinem geschadet.

9. Achte auf deine Bedürfnisse – mehr als sonst

  • Schlaf genug,
  • mach zwischendurch ein Nickerchen,
  • trink genug,
  • iss was Leckeres,
  • mach öfter mal ne Pause,
  • lies ein schönes Buch,
  • tanze,
  • hüpfe,
  • lache,
  • such dir besondere Momente,
  • mach Fotos von schönen Dingen,
  • backe,
  • koche,
  • hör ein Konzert auf Insta,
  • probier mal was Neues,
  • sei kreativ,
  • miste aus,
  • achte auf das, was du dir anschaust (Fernsehen, Social Media). Bilder, die du siehst und Nachrichten, die du hörst beeinflussen deine Laune.
  • Bastel Dir ein Glücksglas! Meins siehst du auf dem Foto hier drunter. Immer, wenn du dich gut fühlst, du glücklich bist, schreibe einen Zettel und schmeiss ihn rein. Ich bin gespannt, wie voll dein Glas zum Ende des Jahres sein wird!

10. Sei liebevoll zu Dir selbst – noch liebevoller als sonst

Was auch immer es dazu braucht, du wirst es wissen.

  • Verzeih dir Fehler, die du machst,
  • entwickle dich weiter,
  • sprich nett mit dir selbst,
  • tu alles, damit es dir gut geht und
  • achte auf deine Grenzen, nimm sie wahr und handle entsprechend. 

Wichtig ist, dass du dir das rausfilterst, was jetzt gerade richtig für dich ist, was dich interessiert und anspricht.

Stell dir doch einfach mal öfters die Frage: „Geht es mir gut?“

Und hör wirklich ernsthaft hin, welche Antwort du dir gibst.

Und wenn das alles nicht hilft, dann gibt es auch die Möglichkeit kostenfrei mit mir zu sprechen. Deine Sorgen und Gedanken loszuwerden.

Ich bin Mitglied des Projektes „REDEZEIT FÜR DICH“.

Wir bieten kostenfreie Redezeit für jeden an, der jemanden braucht, der 15-30 Minuten einfach nur zuhört. Und dir dadurch vielleicht die Kraft gibt weiter zu machen. Ohne Verpflichtungen. Einfach so.

Wichtig ist, dass du gut für dich selbst sorgst, damit du genügend Kraft und Energie hast. Pass gut auf dich auf und bleib gesund.