Homeoffice leicht gemacht – 5 Tipps, damit es gelingt

Di, 28 April 2020 | Allgemein | Business und Training

Gehörst Du auch zu den neuen „Homies“? Von jetzt auf gleich ein neues Büro im eigenen Zuhause. Das war vor nicht allzu langer Zeit für viele noch mit der Vorstellung von Freiheit, Eigenständigkeit und mehr Freizeit verbunden, oder? Jetzt, nach ein paar Wochen, stellen viele fest, dass sich diese Vorstellung nicht mit der Realität deckt. Wenn Du Dein gesamtes Arbeitsleben im Büro verbracht hast, dann fällt es Dir vielleicht an der ein oder anderen Stelle noch schwer, dass jetzt vieles anders ist.

Als ehemalige Führungskraft eines großen Homeoffice Teams und Selbstständige weiß ich um die Vorteile, Herausforderungen und auch Gefahren, die die Arbeit von zu Hause mit sich bringen kann. Hier findest Du die wichtigsten Punkte, die Dir die Arbeit im Homeoffice erleichtern.

Bist Du bereit? Los geht’s!

1. Richte Dein neues Büro ein 

Praktisches:

  • Trenne, egal wo Du gerade in Deiner Wohnung arbeitest, den Bürobereich vom privaten Bereich ab. Im besten Fall hast Du ein eigenes Zimmer. Wenn nicht, dann gibt es vielleicht ein Möbelstück, das als Trennung dient. Auch Pflanzen eignen sich gut als Raumteiler.
  • Richte Deine Büro so ein, dass Du es auch als solches wahrnimmst. Was gehört für Dich zu einem richtigen Büro? Du hast nicht so viel Platz? Es gibt hierzu viele schöne Ideen im Internet, die eine angenehme Arbeitsatmosphäre schaffen, Platz sparen und effektiv sind. Werde kreativ.
  • Alles, was Du siehst, trägt zu Deiner Motivation bei. Spruchkarten, Bilder, Farben, Blumen… Lass Dir was einfallen.
  • Stell Dir einen kleinen Spiegel auf den Schreibtisch und lächel Dir ein paar Mal am Tag zu. Verrückt? Ja, aber Du wirst sehen, es führt automatisch zu besserer Laune.

Wichtig:

  • Mache Dir immer den Moment bewusst, wenn Du ins Büro (Dein Homeoffice) gehst und wenn Du es wieder verlässt. Das ist enorm wichtig, um den Unterschied zu Deiner Wohnung und damit zu Deiner Freizeit wahrzunehmen.
  • Gibt es mehrere Menschen in Deinem Zuhause? Sorge dafür, dass Du während Deiner Arbeitszeit, so gut es geht, ungestört arbeiten kannst. Besprich mit Deinem Umfeld, wie ihr gemeinsam mit der neuen Situation umgehen wollt. Stellt Regeln auf und seid konsequent!

 

2. Du brauchst einen neuen Plan 

Als Du noch ins Büro gefahren bist, hattest Du (meistens) einen festen Plan des Tages. Aufstehen, Frühstück, Sport, Losfahren, beim Bäcker um die Ecke noch einen Kaffee holen, im Büro ankommen, etc. All das fällt  jetzt weg. Du brauchst also einen neuen Plan.

Schreibe auf, wie Dein neuer Arbeitstag aussehen soll. Je detaillierter Du bist, je größer wird Deine Klarheit und umso besser Deine Struktur. Baue Deine bis jetzt gesammelten Erfahrungen darin ein. Was klappt schon gut und an welchen Stellen kannst Du noch etwas verändern? Hier ein paar Dinge, an die Du auf jeden Fall denken solltest.

  • Wann stehst Du auf, was passiert danach und wann beginnst Du mit Deiner Arbeit?
  • Baue genügend Pausen ein. Vergiss nicht vor lauter Arbeit das Mittagessen, zwischendurch mal Luft zu holen oder einen Kaffee/ Tee zu trinken.
  • Achte auf Dein Zeitmanagement Deiner Arbeit und setze Prioritäten. Was machst Du wann? E-Mails lesen, Projekte bearbeiten… Plane genügend Zeit für Unvorhergesehenes ein.
  • Ziehe Dich genauso an, als würdest Du ins Büro fahren. Deine Kleidung hat eine Wirkung auf Deine Haltung, Deine Stimme und wie Du Dich fühlst. Das glaubst Du nicht? Arbeite doch an verschiedenen Tagen mal in unterschiedlichem Outfits. Und teste dann, wie es sich anfühlt mit Geschäftspartnern oder Kollegen im „Homielook“ zu sprechen. Ich garantiere Dir, Du fühlst Dich anders und Menschen nehmen Dich am Telefon anders wahr. Von Videokonferenzen gar nicht zu sprechen.
  • Steh zwischendurch mal von Deinem Stuhl auf und laufe ein Stück oder bau kleine Bewegungseinheiten ein. Wie wäre es mal wieder mit ein oder zwei Kniebeugen? Kennst Du noch den Hampelmann?
  • Sorge zwischendurch für frische Luft.

Dein Plan ist fertig? Häng ihn Dir gut sichtbar auf! Alles, was Du siehst, kommt schneller in Deine Realität.

Wichtig:

  • Schreib jeden Tag auf, was Dir schon gut gelungen ist.
  • Bei welchen Punkten brauchst Du noch Zeit?
  • Belohne Dich für die Dinge, die Du schon geändert hast. Mach etwas, was Dir Spaß macht..
  • Verändere Deinen Plan so lange, bis er für Dich passt und Du Dich wohl fühlst.

Als Kölnerin sag ich immer: „Jede Jeck iss anders.“ (Jeder Mensch/Narr ist anders)

 

3. Pflege Deine sozialen Kontakte mit Deinen Kollegen/innen

Die Kollegen und Kolleginnen, ein Schwätzchen auf dem Gang, gemeinsame Mittagspause. All das fehlt Dir in Deinem neuen Büro. Unsere sozialen Kontakte motivieren und bringen gute Laune (meistens jedenfalls) und vieles mehr. Im Homeoffice fällt das weg. Wir vermissen unsere Menschen schmerzlich.

Nutze einen Videochat, um mit ihnen in (Sicht-)Kontakt zu bleiben. Sich sehen und zusammen einen Kaffe trinken macht einen Riesenunterschied. Gerade jetzt brauchst Du diese Kontakte, um gesund und stabil zu bleiben.

 

4. Arbeite nicht mehr und nicht weniger als sonst 

Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden. Dadurch, dass Du von zu Hause arbeitest, bist Du sowieso schon viel effektiver und schneller in dem was Du tust und zu erledigen hast. Auch, wenn es einige Chefs gibt, die sich über Deine Mehrarbeit freuen: Achte darauf, dass Du nicht nur noch arbeitest.

Gerade im Homeoffice droht die Gefahr, dass durch das Fehlen des Feierabendrituals (Du verlässt das Büro und gehst nach Hause), die Arbeit kein Ende hat.

  • Wie lange arbeitest Du sonst?
  • Woran merkst Du, dass es genug ist?

Achte auf Ablenkungen. Hier mal schnell die Wäsche gemacht, da noch den Müll entsorgt, die Blumen könnten auch mal gegossen werden, schnell noch den Rasen gemäht. Die Gefahr, dass wir uns durch alle Dinge, die wir sonst nach Feierabend machen, ablenken lassen ist groß.

Frage Dich immer wieder: „Könnte ich das jetzt machen, wenn ich im Büro wäre?“ Ist die Antwort „Nein“, dann verschieb es auf den Feierabend.

Führe eine Liste über Arbeitsbeginn und Arbeitsende. So hast Du Deine Arbeitszeit immer im Blick. Ob manuell eingetragen oder mit Unterstützung einer App. „Da iss jeder Jeck…..“

 

5. Hab Geduld und gönn Dir zwischendurch etwas Schönes 

Vergiss bei all dem nie! Dinge, die neu in Dein Leben kommen, brauchen mindestens 60 – 90 Tage, bis Du Dich an sie gewöhnt hast. Fehler sind dabei erlaubt und sogar dringend erforderlich. Ohne sie würdest Du nichts lernen. Es gibt ein schönes Sprichwort:

„Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber er hat irgendwann angefangen einer zu werden.“  

Ich wünsche Dir viel Erfolg in allem was Du tust, vor allen Dingen aber viel Spaß bei Deinen neuen Herausforderungen. Wenn Du Hilfe brauchst, dann schreib mir. Ich freue mich auf Dich.

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Veröffentlicht in Allgemein, Business und Training